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Wissenschaft gegen Faschismus

Jetzt erst recht!

Bundesweiter Aufruf für den Aufbau resistenter Strukturen an Hochschulen in der Woche vom 16.–20. November.

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Auftakt am 30. September

Schön, dass so viele Menschen am 30.09. beim [WigeFa-Mega-Zoom dabei waren! Ein super Start und ein toller erster Austausch für die zweite [WigeFa-Themenwoche.

Es waren so viele Menschen dabei, dass zwischenzeitlich die Kapazitäten des Zoom-Meetings erreicht wurden. Das werden wir bis zum nächsten Mal beheben, sodass am 21.10. wieder ALLE mit dabei sein können!

Zur Präsentation

Weitere Informationen zu dem vergangenen Zoom erhaltet ihr in Kürze hier: …

Wir bleiben standhaft

Angesichts des global zu beobachtenden Aufstiegs rechtsautoritärer Kräfte und des Erdrutschsiegs der sachsen-anhaltinischen AfD, die in ihrer Führungsriege frühere Neonazi Aktivisten versammelt, macht sich unter progressiven Kräften hierzulande zunehmend Ohnmacht breit. Die Frage, wie diesen Entwicklungen wirksam entgegenzutreten ist, konnte bisher im deutschen Kontext nicht zufriedenstellend beantwortet werden. 

Gerade jetzt muss an den Hochschulen die Debatte über die Verantwortung der Wissenschaft für gesellschaftliche Entwicklungen weitergeführt und forciert werden: auf der Grundlage bestehender Forschung und Lehre sind wir alle – Studierende, Wissenschaftliche Mitarbeitende und Prof:innen – die Akteur:innen, die eine kritische Auseinandersetzung mit autoritären und faschistischen Tendenzen anstoßen und breit anbieten müssen.

Zweite bundesweiten Themenwoche 

Nach der überwältigenden Resonanz und der Beteiligung von Standorten in über 100 Städten, die im Juni 2026 über 600 Veranstaltungen organisierten, rufen wir nun zu einer neuen Themenwoche „Wissenschaft gegen Faschismus“ vom 16. bis 20. November auf, in der wir einen besonderen Fokus auf die Ursachen der aktuellen Entwicklungen legen wollen: Welche gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Dynamiken treiben den Rechtsruck voran? Und was folgt daraus für den politischen Umgang, an den Hochschulen und darüber hinaus?

Szenarien für das Wintersemester 

Vor dem Hintergrund einer deutlich zugespitzten Bedrohungslage für das Fortbestehen kritischer Wissenschaft geht es außerdem konkret um die Frage, wie wir resistente Strukturen aufbauen, die der Machtausübung der extremen Rechten und ihrem geplanten Umbau der Institutionen standhalten. Als Teil der Themenwoche werden wir deshalb einen bundesweiten Online-Workshop für konkrete Szenarien rechtsautoritärer Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit und Hochschulautonomie organisieren.

Hintergrund

Die AfD hat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ein historisches Ergebnis eingefahren. Wie viele mit uns sind wir beängstigt, aber auch bereit zu handeln. 

Wir schließen uns all jenen an, die diesem Ergebnis mit einem solidarischen „Jetzt erst recht!“ begegnen.

Denn was in Sachsen-Anhalt sichtbar wurde, betrifft uns alle: Wo rechte, autoritäre Kräfte exekutive Macht gewinnen, sind Wissenschaftsfreiheit, kritische Lehre und demokratische Beteiligung an Hochschulen unter den ersten Zielen. Umso wichtiger ist es jetzt, Strukturen aufzubauen, die diesem Druck standhalten und ihn zurückdrängen.

Semesterauftakttreffen und Bildung von Arbeitskreisen 

Wir wollen Euch dazu anregen, im Rahmen von Beteiligungsformen wie z. B. Versammlungen zum Semesterauftakt an den jeweiligen Hochschulstandorten statusgruppenübergreifende Arbeitskreise zu bilden, die sich einerseits mit der Organisation der Themenwoche und andererseits mit dem Aufbau resilienter Strukturen an Euren Hochschulen beschäftigen.  

Resistente Strukturen Aufbauen 

Falls ihr an euren Standorten bereits Strukturen oder AGs gründet, die sich mit dem Aufbau von Resistenz gegenüber autoritären Angriffen auf die Hochschule beschäftigen, ihr Euch im Rahmen von Gleichstellungsarbeit oder konkreten Forschungsprojekten mit Abwehr rechter Angriffe beschäftigt, schreibt uns gerne und wir bringen Euch in Kontakt mit der Initiative „Hochschulblock“. 

Unter der Initiative Hochschulblock finden sich gerade Wissenschaftler:innen und Angehörige von Hochschulen zusammen, um langfristig Rapid-Response-Strukturen mit euch aufbauen und Vernetzung von Arbeitskreisen, Initiativen und Engagierten an den Hochschulen stärken. 

Wenn ihr als Wissenschaftler:innen bereits jetzt Einschüchterungsversuche oder gezielte Angriffe mitbekommt, könnt ihr Euch bei der Initative Recht Solidarisch melden. Ihr könnt uns darüber hinaus auch informieren, damit wir dokumentieren können, an welchen Stellen was geschieht. 

Lasst uns die kommenden Wochen nutzen, um aus Schock Handlungsfähigkeit zu machen.

Podium zur Wissenschaftsfreiheit

Gäste waren: Naika Foroutan, Rahel Jaeggi, Maximilian Steinbeis und eine Studentin von Studis gegen Rechts.

Moderation: Margarita Tsomou

Link: https://youtube.com/live/Rv0yY-3dkbs